Die Psoriasis oder Schuppenflechte ist eine chronische Hauterkrankung, die entzündlich ist und ihre Wurzeln in der erblichen Veranlagung hat. Durch psychische und physische Einflüsse kann sie begünstigt werden. Die Erkrankung tritt beim Menschen häufig an der Kopfhaut auf.

Schuppenflechte Kopfhaut - Quelle: bigstock.at - Lipowski
Schuppenflechte | Quelle: bigstock.at - Lipowski

Es können die Arme von der Schuppenflechte befallen werden, aber auch die Nägel, die Gelenke und die Kopfhaut. Sogar innerlich können Gefäße, die Leber und das Herz betroffen sein. Auch Stoffwechselvorgänge können von der Schuppenflechte negativ beeinflusst werden. Eine der häufigsten Problemthematiken bildet die Psychische, die aufgrund der Schuppenflechte beeinflusst wird, da Betroffene im Alltag und besonders im Privatleben teilweise deutlich durch die Krankheit eingeschränkt werden.

Formen der Psoriasis

Schätzungsweise zwei bis vier Prozent aller Nordeuropäer sind an Schuppenflechte erkrankt. Die Krankheit ist nicht ansteckend, die Veranlagung zu ihr liegt in den Genen. Aber selbst wenn jemand Schuppenflechte durch die Gene in sich trägt, heißt das nicht, dass es zu einem Ausbruch kommen muss. Es gibt unterschiedliche Ursachen, die den Ausbruch begünstigen.

Bei mehr als 50 Prozent der Genträger kommt es noch vor dem 40ten Lebensjahr zu einem ersten Ausbruch der Schuppenflechte Typ 1 (Typ1-Psoriasis). Typ 2 (Typ2-Psoriasis) ist seltener und bricht in der Regel nicht vor dem 50ten Lebensjahr aus.

Auch bereits im Kindesalter kann es zum Ausbruch der Schuppenflechte kommen, dies geschieht aber deutlich seltener als im gehobenen Alter.

Da die Schuppenflechte im Normalfall chronisch verläuft, taucht sie immer wieder in Schüben auf. Es gibt kürzere und längere Phasen, sowie auch kürzere und längere Abstände. Wie stark die Schuppenflechte ausbricht und wie weit sie fortschreitet, variiert von Fall zu Fall. Die Beseitigung der Symptome ist durch eine Therapie erreichbar, eine Heilung ist aber nach aktuellem Forschungsstand nicht möglich.

Die Schuppenflechte kann in unterschiedlichen Formen auftreten. Dabei ist die häufigste Form die Psoriasis vulgaris.

Schuppenflechte Typen - Quelle: bigstock.at - Artemida-psy
Schuppenflechte Typen - Quelle: bigstock.at - Artemida-psy

Ursachen

Neben der familiären Veranlagung müssen noch einige Bedingungen erfüllt sein. Das persönliche Umfeld, psychische Belastungen und Umweltfaktoren spielen eine nicht zu geringe Rolle. Allgemein sind die Krankheitsauslöser aber so individuell wie die Patienten selbst.

Zum Ausbruch kommt es etwa durch:

  • Gewichtszunahme
  • Rauchen
  • Alkoholmissbrauch
  • Allergien
  • Hormonschwankungen während der Schwangerschaft, durch die Einnahme von Betablockern, Bluthochdruck-, Virus- oder Rheumamedikamenten

Gehäuft beobachtet wurden Neuerkrankungen nach einer Streptokokkeninfektion. Entzündete Rachenmandeln oder Zahnwurzelspitzen, vereiterte Nasennebenhöhlen, eine ständig gereizte Magenschleimhaut sind Beispiele dafür. Aber auch Tätowierungen, großflächige Sonnenbrände, eine mechanische Hautreizung durch eine zu enge Kopfbedeckung, all das reicht aus, um Schuppenflechte entstehen zu lassen.

Faktoren der Erkrankung

Entgegen vieler Erwartungen ist Schuppenflechte nicht ansteckend. Sie findet viel mehr ihre Ursache in zwei verschiedenen Faktoren, wobei einer für die Existenz der Schuppenflechte verantwortlich ist und der andere für den Ausbruch.

Faktor 1 ist die Veranlagung in den Genen. Schuppenflechte wird also vererbt und sitzt in den Genen fest. Sie schlummert aber bei vielen Menschen nur und muss nicht unbedingt ausbrechen.

Faktor 2 ist der Grund des tatsächlichen Ausbruchs der Krankheit. Dieser wird begünstigt durch viel psychischen und physischen Stress, Infekte und übermäßige Reizungen der Hautpartien, etwa wie reibende Schuhe und häufig ausgeführte Berührungen. Aber auch bei stark gestressten Personen mit der Veranlagung zur Schuppenflechte muss die Krankheit nicht unbedingt ausbrechen.

Wirklich abschließend erforscht wurden die Ursachen bis heute noch nicht. Klar ist aber, dass Schuppenflechte nicht durch Infektionen übertragen wird und weder Bakterien noch Viren, Pilze oder Parasiten die Wurzel allen Übels sind.

Es ist nur bekannt, dass beim Ausbruch das Immunsystem verrücktspielt und aufgrund eines Reizes die Schuppenflechte beginnt, sich an die Oberfläche zu kämpfen.

Diagnose

Die Diagnose wird nach einer ausführlichen und gründlichen Untersuchung gestellt. Dabei kann der Arzt durch verschiedene Methoden feststellen, ob es sich bei den Beschwerden tatsächlich um Schuppenflechte handelt.

Bei der Untersuchung wird zum Beispiel eine Schuppe behutsam von der Haut gekratzt. Befindet sich darunter eine dünne Hautschicht, spricht das für eine Schuppenflechte. Löst der Arzt auch dieses letzte, dünne Häutchen, blutet die Stelle leicht an einem kleinen Punkt. Das nennt man das Auspitz-Phänomen, welches ebenfalls für eine Schuppenflechte spricht.

Will der Arzt andere Krankheiten hundertprozentig ausschließen, muss er Blutuntersuchungen veranlassen, Gewebeproben entnehmen oder Abstriche machen. Wenn die Gelenke betroffen sind, müssen durch MRT oder andere Methoden, Veränderungen nachgewiesen werden.

Symptome

Schuppenflechte am Kopf ist häufig recht großflächig. Da die Entzündungsherde oft über den Ansatz des Haares hinausgehen, ist es häufig sogar so, dass bei Betroffenen die Schuppenflechte sogar im Gesicht vorhanden ist. Das ist für diese nicht nur sehr unangenehm, sondern auch sehr schwer zu überdecken.

Eine ganz typische Region für Schuppenflechte am Kopf ist die Kopfhaut und die Stirnregion. Die sichtbaren Symptome sind meist rot verfärbte Hautregionen, die starke Schuppen aufweisen. Diese wiederum verursachen meist einen recht starken und immer wieder auftretenden Juckreiz. Selten aber doch auch möglich ist ein Haarausfall, wenn die Schuppenflechte sich auch in Bereiche der Kopfhaut ausbreitet. Diese Haarausfälle sind aber in der Regel nur vorübergehend und bei starken betroffenen Regionen auftretend.

Der Haarausfall wird besonders dann begünstigt, wenn eine bestehende Schuppenflechte nicht behandelt wird.

Behandlung und Therapie

Schuppenflechte an der Kopfhaut zu therapieren, hat das Ziel, die Schuppung der Kopfhaut auf ein normales Level herunterzuschrauben und die Entzündung komplett zu stoppen.

Damit das gelingt, gibt es unterschiedliche Präparate, die zur Unterstützung zur Verfügung stehen. In der Regel werden diese vorsichtig aber gründlich auf die Kopfhaut aufgetragen.

Bevor man das aber tut, müssen die vorhandenen Schuppen gelöst werden, damit die Wirkstoffe überhaupt die vorhandene Haut erreichen und wirken können. Besonders bei langen und bei dichten Haaren kann das zu einem Problem werden, welches es gilt zu bewältigen. Als Hilfe bieten sich Shampoos an, die eine schuppenlösende Wirkung besitzen. Bei starker Schuppenflechte können Cremes und zusätzliche Tinkturen helfen.

Wenn die Schuppen beseitigt werden, müssen die Präparate auf die betroffenen Hautflächen aufgebracht werden. Das können zum Beispiel Shampoos, Lotion, Lösungen und Schäume sein. Diese beinhalten meist Kortison sowie Calcipotriol oder Tacalcitol, welche ein Ersatz für Vitamin D3 sind.

Besonders Personen mit allgemein empfindlicher Haut sollten darauf achten Präparate ohne Alkohol zu benutzen. Des Weiteren gibt es Betroffene, die auf das Verwenden von UV-Lichtkämmen schwören. Mit diesen Kämmen lässt sich die Kopfhaut gezielt mit UV-Licht bestrahlen. Wenn Präparate für die äußere Anwendung nicht anschlagen, kann der Arzt auch Medikamente verschreiben, die eingenommen werden müssen. Diese haben in den meisten Fällen eine gute und schnelle Wirkung.

Für fachkundige Informationen sollten Sie sich unbedingt direkt an einen Arzt wenden! Alle Angaben und Informationen sind ohne Gewähr.

Autor: Daniel Herndler

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